Fliegen – ein uralter Traum der Menschheit, der im Deutschen Technikmuseum Berlin auf beeindruckende Weise lebendig wird. Wenn du dich für die Entwicklung der Luftfahrt begeistern kannst, dann ist die Luftfahrt-Sammlung im Technikmuseum ein absolutes Muss für deine nächste Berlin-Reise. Hier tauchst du ein in eine Welt voller Ingenieurskunst, Pioniergeist und atemberaubender Geschichten. Es ist nicht nur eine Ausstellung, sondern eine Zeitreise, die dich von den ersten waghalsigen Flugversuchen bis zu den technologischen Wundern moderner Jets mitnimmt. Egal, ob du ein eingefleischter Luftfahrt-Enthusiast bist oder einfach nur neugierig auf die Geheimnisse des Himmels – diese Sammlung wird dich fesseln. Mach dich bereit für spannende Einblicke und unvergessliche Momente inmitten historischer Flugmaschinen! Es ist eine der Top- Sehenswürdigkeiten der Stadt, die auch für Sightseeing mit Kindern bestens geeignet ist.
Key Facts zur Luftfahrt-Sammlung im Technikmuseum
- Umfassende Zeitreise: Die Sammlung deckt beeindruckende 200 Jahre deutsche Luftfahrtgeschichte ab, von den Anfängen der Ballonfahrt bis zur Ära der Berliner Luftbrücke und darüber hinaus.
- Beeindruckende Exponate: Über 40 Großobjekte, darunter legendäre Flugzeuge wie die Junkers Ju 52 („Tante Ju“), die Jeannin Stahltaube und der berühmte Douglas C-47 „Skytrain“ alias „Rosinenbomber“.
- Wahrzeichen auf dem Dach: Der echte „Rosinenbomber“ thront majestätisch auf dem Dach des Museumsneubaus und ist zu einem ikonischen Fotomotiv und Wahrzeichen Berlins geworden.
- Weltweit größte Junkers-Sammlung: Das Museum beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung von Flugzeugen des Herstellers Junkers, darunter seltene Modelle wie die J 4, F 13, Ju 52, Ju 87 und Ju 88.
- Interaktive Erlebnisse: Die Ausstellung bietet auch interaktive Elemente und spezielle Führungen wie „Museum zum Anfassen“, die besonders für Familien und sehbehinderte Besucher konzipiert sind.
- Historische Bedeutung: Die Sammlung hat ihre Wurzeln in der „Deutschen Luftfahrtsammlung“, die 1936 eröffnet wurde und einst das größte Luftfahrtmuseum der Welt war.
- Kontinuierliche Erweiterung: Die Ausstellung wird ständig aktualisiert und durch Neuerwerbungen sowie aufwendig restaurierte Wrackbergungen ergänzt, um stets neue Einblicke zu bieten.
Der Rosinenbomber: Ein Symbol der Hoffnung
Eines der unbestreitbaren Highlights der Luftfahrt-Sammlung im Technikmuseum ist der Douglas C-47 „Skytrain“, besser bekannt als „Rosinenbomber“. Dieses ikonische Flugzeug, das während der Berliner Luftbrücke (1948–1949) eine entscheidende Rolle spielte, thront weithin sichtbar auf dem Dach des Museums. Es ist nicht nur ein imposantes Exponat, sondern auch ein tief bewegendes Symbol für die Entschlossenheit und den Überlebenswillen der Berliner Bevölkerung in einer der dunkelsten Stunden der Nachkriegszeit. Die Geschichten der Piloten, die Süßigkeiten an kleinen Fallschirmen für die Kinder abwarfen, haben dem Flugzeug seinen liebevollen Namen eingebracht und es fest in der kollektiven Erinnerung verankert. Ihn dort oben zu sehen, lässt dich innehalten und die Geschichte förmlich spüren. Es ist ein mächtiges Zeugnis menschlicher Solidarität und technischer Meisterleistung, das dich sicher in seinen Bann ziehen wird.
Von der Tante Ju zur modernen Sabre: Eine Reise durch die Flugzeugtypen
Die Luftfahrt-Sammlung ist ein wahres Paradies für Flugzeugliebhaber. Neben dem Rosinenbomber kannst du hier eine beeindruckende Vielfalt an historischen Flugmaschinen bestaunen. Da wäre zum Beispiel die legendäre Junkers Ju 52, liebevoll „Tante Ju“ genannt. Dieses robuste dreimotorige Flugzeug war ein Arbeitstier des Himmels, das sowohl im zivilen Passagier- und Frachtverkehr als auch militärisch eingesetzt wurde. Ihre charakteristische Wellblechbeplankung und ihre unverwechselbare Silhouette machen sie zu einem sofort erkennbaren Klassiker. Das Technikmuseum ist besonders stolz darauf, die weltweit umfangreichste Sammlung von Junkers-Flugzeugen zu besitzen, was die Bedeutung dieses deutschen Herstellers für die Luftfahrtgeschichte unterstreicht. Doch die Reise endet hier nicht: Du findest auch seltene Exemplare wie die Jeannin Stahltaube, ein frühes Beispiel deutscher Flugzeugbaukunst, oder die Arado 79. Weiter geht es zu den Kampfflugzeugen des Zweiten Weltkriegs, wie der Messerschmitt Bf 109 und der Heinkel He 111 H, die aus einem norwegischen See geborgen wurde und im Fundzustand ausgestellt ist, was ihre Geschichte noch greifbarer macht. Den technologischen Abschluss der aktuellen Ausstellung bilden moderne Jets wie die North American F-86 Sabre und ihr sowjetischer Gegenpart, die Mig-15, die im Koreakrieg erbitterte Gegner waren und nun friedlich nebeneinander hängen, um die rasante Entwicklung der Luftfahrttechnik nach dem Zweiten Weltkrieg zu demonstrieren.
Hinter den Kulissen: Restaurierung und Forschung
Was viele Besucher nicht wissen: Das Deutsche Technikmuseum ist nicht nur ein Ort der Ausstellung, sondern auch ein aktives Zentrum für Restaurierung und Forschung. In den Werkstätten des Museums wird mit größter Sorgfalt und Expertise daran gearbeitet, historische Flugzeuge zu erhalten und für die Nachwelt zugänglich zu machen. Das Team um Prof. Dr. Dr. Holger Steinle hat sich einen internationalen Ruf erarbeitet und arbeitet eng mit Museen und Privatsammlern weltweit zusammen. So wurden beispielsweise Horten Segelflugzeuge und Halberstadt Doppeldecker für amerikanische Museen restauriert, wobei die hiesige Sammlung im Gegenzug ein Exemplar erhielt. Spektakuläre Wrackbergungen in Skandinavien und Russland haben dazu beigetragen, dass in Deutschland wieder einige Kampfflugzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs besichtigt werden können. Diese Arbeit ist entscheidend, um die Authentizität der Exponate zu gewährleisten und ihre Geschichten zu bewahren. Das Museum verfolgt die Politik, Maschinen möglichst originalgetreu zu präsentieren, oft sogar im Fundzustand, um ihre Geschichte und die Spuren der Zeit sichtbar zu lassen. Dies gibt dir einen einzigartigen Einblick in die harte Realität der Luftfahrtgeschichte und die immense Arbeit, die hinter der Präsentation dieser Schätze steckt.
Interaktive Erlebnisse und Zukunftsaussichten
Die Luftfahrt-Sammlung im Technikmuseum ist weit davon entfernt, eine staubige Ansammlung alter Flugzeuge zu sein. Sie ist lebendig, interaktiv und auf die Bedürfnisse verschiedener Besuchergruppen zugeschnitten. Besonders hervorzuheben sind die Angebote für Familien und Kinder, wie die Führung „Museum zum Anfassen: Luftfahrt“. Hier können junge und jung gebliebene Entdecker gemeinsam die Ausstellung erkunden, Flugzeuge ertasten, dem Brummen von Motoren lauschen und sogar eine Fliegerbrille anprobieren. Diese inklusiven Touren sind auch für blinde und sehbehinderte Besucher konzipiert und machen die Geschichte der Luftfahrt für alle Sinne erlebbar. Das Museum arbeitet zudem kontinuierlich an der Erweiterung und Aktualisierung seiner Sammlung. Es gibt Bestrebungen, die überlebenden Flugzeuge der ehemaligen „Deutschen Luftfahrtsammlung“, die während des Krieges ausgelagert wurden und teilweise als verschollen galten, in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtmuseum in Krakau zu restaurieren und auszustellen. Diese Bemühungen zeigen, dass die Luftfahrt-Sammlung im Technikmuseum ein dynamischer Ort ist, der sich ständig weiterentwickelt und dir immer wieder neue Gründe für einen Besuch bietet.
Fazit
Die Luftfahrt-Sammlung im Deutschen Technikmuseum Berlin ist viel mehr als nur eine Ausstellung – sie ist eine Hommage an den menschlichen Erfindungsgeist und die unendliche Faszination des Fliegens. Von den frühen Gleitern bis zu den Jets der Nachkriegszeit, vom Rosinenbomber auf dem Dach bis zu den akribisch restaurierten Wracks im Inneren – hier wird Geschichte lebendig. Du bekommst nicht nur beeindruckende Flugzeuge zu sehen, sondern tauchst ein in die Geschichten dahinter: von mutigen Pionieren, technologischen Durchbrüchen und den dramatischen Ereignissen, die die Luftfahrt geprägt haben. Egal, ob du allein unterwegs bist, mit Freunden oder der Familie – diese Sammlung bietet dir ein unvergessliches Erlebnis, das Bildung und Unterhaltung perfekt miteinander verbindet. Plan deinen Besuch ein und lass dich von der Welt der Luftfahrt verzaubern. Es lohnt sich, immer wieder vorbeizuschauen, denn die Sammlung wächst und entwickelt sich ständig weiter, um dir neue Perspektiven und spannende Einblicke zu ermöglichen.
FAQ
Welche Flugzeuge kann man in der Luftfahrt-Sammlung im Technikmuseum sehen?
Du kannst über 40 Großobjekte bestaunen, darunter die legendäre Junkers Ju 52 (‚Tante Ju‘), den berühmten Douglas C-47 ‚Rosinenbomber‘ auf dem Dach, die Jeannin Stahltaube, die Arado 79, eine Messerschmitt Bf 109, eine Heinkel He 111 H und moderne Jets wie die North American F-86 Sabre und die Mig-15.
Ist die Luftfahrt-Sammlung auch für Kinder geeignet?
Ja, die Luftfahrt-Sammlung ist sehr gut für Kinder geeignet. Es gibt spezielle Angebote wie die Führung ‚Museum zum Anfassen: Luftfahrt‘, bei der Kinder interaktiv die Ausstellung erkunden, Flugzeuge ertasten und mehr über die Geschichte des Fliegens lernen können.
Warum ist der ‚Rosinenbomber‘ so besonders?
Der Douglas C-47 ‚Skytrain‘, bekannt als ‚Rosinenbomber‘, ist ein Symbol der Berliner Luftbrücke (1948–1949). Er versorgte die blockierte Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern. Seinen Namen erhielt er, weil Piloten Süßigkeiten an kleinen Fallschirmen für die Kinder abwarfen. Er ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen auf dem Dach des Museums.
Wie alt sind die ältesten Exponate der Sammlung?
Die Sammlung deckt 200 Jahre deutsche Luftfahrtgeschichte ab, beginnend mit den Anfängen der Ballonfahrt. Die ältesten Flugzeuge stammen aus den frühen Jahren der motorisierten Luftfahrt, wie zum Beispiel die Jeannin Stahltaube.







