Das Humboldt Forum in Berlin ist mehr als nur ein Museum – es ist ein lebendiger Ort des Dialogs, der Kultur und der Wissenschaft. Inmitten der historischen Kulisse des wiederaufgebauten Berliner Schlosses bietet es eine einzigartige Plattform für globale Perspektiven und lokale Geschichten. Erfahre hier die neuesten Entwicklungen, spannende Ausstellungen und warum das Humboldt Forum auch 2026 ein absolutes Muss für jeden Berlin-Besuch ist. Tauche ein in eine Welt voller Entdeckungen, die zum Nachdenken anregt und den Blick weitet.
Berlin ist eine Stadt, die ständig in Bewegung ist, die sich neu erfindet und dabei doch ihre Wurzeln nicht vergisst. Und mittendrin, im Herzen der historischen Mitte, steht ein Bauwerk, das genau diese Dynamik widerspiegelt: das Humboldt Forum. Es ist nicht nur ein beeindruckendes Gebäude, sondern ein pulsierender Ort, an dem die Welt zu Gast ist und sich mit der Geschichte Berlins verbindet. Wenn du dachtest, du kennst das Humboldt Forum, dann schnall dich an, denn es gibt ständig neue Facetten zu entdecken, die es zu einem der spannendsten Kulturorte Deutschlands machen. Wir nehmen dich mit auf eine Reise durch die neuesten Entwicklungen und zeigen dir, warum ein Besuch im Humboldt Forum auch 2026 ganz oben auf deiner Berlin-Bucketlist stehen sollte.
Key Facts zum Humboldt Forum Berlin
Das Humboldt Forum ist ein echtes Schwergewicht in der Berliner Kulturlandschaft. Hier sind einige Fakten, die dir einen schnellen Überblick verschaffen:
- Einzigartiger Standort: Das Humboldt Forum befindet sich im wiederaufgebauten Berliner Schloss, einem Ort mit einer tief verwurzelten Geschichte und architektonischer Bedeutung im Herzen der Hauptstadt.
- Interdisziplinäres Kulturzentrum: Es ist ein Ort, der Kunst, Kultur und Wissenschaft aus der ganzen Welt zusammenbringt, mit einem besonderen Fokus auf außereuropäische Kulturen.
- Vier starke Partner: Im Humboldt Forum sind das Ethnologische Museum, das Museum für Asiatische Kunst (beide Staatliche Museen zu Berlin), die Berlin-Ausstellung „Berlin Global“ des Stadtmuseums Berlin und das Humboldt-Labor der Humboldt-Universität zu Berlin untergebracht.
- Besucherrekord: Im Jahr 2024 zählte das Humboldt Forum beeindruckende 3,3 Millionen Besuche und bezeichnet sich damit als das meistfrequentierte Museum Deutschlands. Diese Zählweise umfasst alle Bewegungen durch die Eingänge, nicht nur die Ausstellungsbesuche.
- Architektonische Symbiose: Die Fassade ist eine detailgetreue Rekonstruktion des barocken Berliner Schlosses (mit Ausnahme der Spree-Seite), während das Innere eine moderne, offene Architektur des italienischen Architekten Franco Stella beherbergt.
- Dauerhafte Debatte: Das Humboldt Forum steht seit seiner Konzeption im Zentrum öffentlicher Diskussionen, insbesondere bezüglich des Umgangs mit den kolonialen Hintergründen vieler Sammlungsobjekte und der Frage der Provenienzforschung.
- Generalintendant Hartmut Dorgerloh: Er leitet das Humboldt Forum seit 2018, sein Vertrag wurde bis 2028 verlängert, um die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Hauses zu sichern.
Ein Haus im Wandel: Neue Ausstellungen und Impulse
Das Humboldt Forum ist alles andere als statisch. Es ist ein lebendiger Organismus, der sich ständig weiterentwickelt, neue Perspektiven aufzeigt und zum Nachdenken anregt. Gerade die kommenden Monate und Jahre versprechen ein Feuerwerk an spannenden Ausstellungen und Programmpunkten, die du auf keinen Fall verpassen solltest.
Ein absolutes Highlight ist die Sonderausstellung „Beziehungsweise Familie“, die vom 3. Oktober 2025 bis zum 12. Juli 2026 läuft. Familie – ein Thema, das uns alle berührt und das in verschiedenen Kulturen auf so vielfältige Weise gelebt und verstanden wird. Diese Ausstellung verspricht, tief in die Strukturen, Werte und Geschichten rund um das Konzept Familie einzutauchen und dabei sowohl universelle Gemeinsamkeiten als auch faszinierende Unterschiede aufzuzeigen. Es wird Interventionen im gesamten Haus und sogar im Museum Knoblauchhaus im Nikolaiviertel geben, was einen Besuch noch vielschichtiger macht.
Aber das ist längst nicht alles! Vom 28. November 2025 bis zum 3. August 2026 erwartet dich die Ausstellung „An das wir uns festhalten“, die sicherlich ebenfalls tiefgründige Einblicke und neue Blickwinkel bieten wird. Und die Dauerausstellungen sind ohnehin immer einen Besuch wert: „BERLIN GLOBAL“ (dauerhaft) zeigt dir, wie die Stadt und ihre Menschen mit der Welt verbunden sind, während „On Water. WasserWissen in Berlin“ (bis 27. September 2027) im Humboldt Labor spannendes Wissen rund um das lebenswichtige Element vermittelt. Letzteres ist übrigens oft kostenfrei zugänglich – ein toller Tipp für den kleinen Geldbeutel.
Auch die ethnologischen Sammlungen und die asiatische Kunst werden durch temporäre Präsentationen und künstlerische Interventionen immer wieder neu beleuchtet. Aktuell sind zum Beispiel „Ts’uu – Zeder. Von Bäumen und Menschen“ (bis 23. Februar 2026), „Naga Land. Stimmen aus Nordostindien“ (bis 16. März 2026) und „Geschichte(n) Tansanias“ (vorerst bis 25. Mai 2026) zu sehen. Diese Vielfalt macht das Humboldt Forum zu einem Ort, an dem du immer wieder Neues entdecken kannst, egal wie oft du schon dort warst.
Hinter den Kulissen: Personelle Veränderungen und die Debatte um das Erbe
Das Humboldt Forum ist nicht nur ein Ort der Präsentation, sondern auch ein Schauplatz intensiver Debatten und Entwicklungen. Eine wichtige Neuigkeit ist die Berufung von Henrietta Lidchi als neue Direktorin des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst. Diese Personalie ist von großer Bedeutung, da sie die zukünftige Ausrichtung und den Umgang mit den sensiblen Sammlungen maßgeblich prägen wird. Lidchi tritt in große Fußstapfen und wird sicherlich frische Impulse in die Diskussion um Provenienzforschung und postkoloniale Perspektiven einbringen.
Die Auseinandersetzung mit der kolonialen Herkunft vieler Sammlungsobjekte bleibt ein zentrales und oft kontroverses Thema. Das Humboldt Forum stellt sich dieser Herausforderung aktiv, auch wenn der Weg dorthin nicht immer einfach ist und von Kritik begleitet wurde. Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss betont, dass die Entscheidungen zur Architektur und Nutzung in einem demokratischen Prozess getroffen wurden und Behauptungen über antidemokratische Einflüsse zurückgewiesen werden. Es ist eine Gratwanderung zwischen der Präsentation globaler Kulturen und der kritischen Reflexion der eigenen Geschichte, die das Haus so einzigartig und relevant macht.
Die hohen Besucherzahlen von 3,3 Millionen im Jahr 2024 zeigen, dass das Interesse an diesem Ort ungebrochen ist. Auch wenn die Zählweise des Humboldt Forums (alle Bewegungen durch die Eingänge) von internationalen Museumsstandards abweicht, die meist eindeutige Besucher erfassen, belegt es doch eindrucksvoll seine Anziehungskraft. Generalintendant Hartmut Dorgerloh, dessen Vertrag bis 2028 verlängert wurde, steht vor der Aufgabe, diese Dynamik weiterzuführen und das Forum als Ort des Dialogs und der Begegnung zu festigen.
Mehr als nur ein Museum: Erlebnisse und Architektur
Das Humboldt Forum ist weit mehr als eine Ansammlung von Ausstellungsräumen. Es ist ein Erlebnis für alle Sinne und bietet dir eine Fülle an Möglichkeiten, Berlin und die Welt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Schon die Architektur selbst ist ein Statement: die historischen Barockfassaden des Berliner Schlosses, die majestätisch den Schlossplatz dominieren, treffen auf die moderne, lichtdurchflutete Innenarchitektur von Franco Stella. Diese Symbiose aus Alt und Neu ist faszinierend und lädt dazu ein, die verschiedenen Ebenen und Höfe zu erkunden.
Ein absolutes Highlight, das du dir nicht entgehen lassen solltest, ist die Dachterrasse. Für einen geringen Eintrittspreis von 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro) genießt du hier einen atemberaubenden 360-Grad-Blick über Berlin. Von hier oben siehst du den Berliner Dom, die Museumsinsel, das Rote Rathaus, den Fernsehturm und sogar das Brandenburger Tor. Es ist der perfekte Ort, um eine Pause einzulegen, die Stadt auf sich wirken zu lassen und unvergessliche Fotos zu schießen. Auf der Dachterrasse findest du auch die beeindruckende Klangkunst-Installation „Der Kosmos – Things Fall Apart“ von Emeka Ogboh, die zu jeder vollen Stunde einen mehrstimmigen Chorgesang erklingen lässt und zum Nachdenken über Zusammenhalt und Zerfall anregt.
Viele Bereiche des Humboldt Forums sind übrigens kostenfrei zugänglich. Dazu gehören das bereits erwähnte Humboldt Labor mit der Ausstellung „On Water“, der geheimnisvolle Schlosskeller, der Skulpturensaal und das Videopanorama, das dir die Geschichte des Ortes näherbringt. Auch die Treppenhalle mit der Präsentation „Einblicke. Die Brüder Humboldt“ bietet spannende Einblicke, ohne dass du ein Ticket lösen musst. Für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre ist der Eintritt in alle Ausstellungen ohnehin kostenfrei – ein super Tipp für Familienausflüge! Neben den Ausstellungen gibt es ein reichhaltiges Programm an Führungen, Workshops und Veranstaltungen, die das Humboldt Forum zu einem lebendigen Treffpunkt für alle Altersgruppen machen. Es ist ein Ort, der Wissen vermittelt, zum Dialog anregt und einfach Lust auf mehr Kultur macht. Ein Besuch hier ist definitiv eine der top Berlins Sehenswürdigkeiten.
Fazit
Das Humboldt Forum Berlin ist und bleibt ein faszinierender, vielschichtiger und manchmal auch kontroverser Ort im Herzen unserer Hauptstadt. Es ist ein Ort, der die Welt nach Berlin holt und gleichzeitig die Geschichte Berlins in den globalen Kontext stellt. Mit seinen ständig wechselnden Ausstellungen, den tiefgründigen Debatten um koloniales Erbe und den vielfältigen kulturellen Angeboten ist es ein dynamisches Zentrum, das zum Entdecken, Lernen und kritischen Hinterfragen einlädt. Die beeindruckenden Besucherzahlen und die kontinuierliche Weiterentwicklung zeigen, dass das Humboldt Forum seine Rolle als Brücke zwischen Kulturen und Epochen mit Bravour meistert. Egal ob du dich für Kunst, Geschichte, Wissenschaft oder einfach nur für einen atemberaubenden Ausblick interessierst – das Humboldt Forum bietet dir unzählige Gründe für einen Besuch. Komm vorbei und lass dich von diesem einzigartigen Ort inspirieren!
FAQ
Was kostet der Eintritt ins Humboldt Forum?
Ein Tagesticket für die kostenpflichtigen Ausstellungen (Ethnologisches Museum, Museum für Asiatische Kunst, BERLIN GLOBAL, temporäre Sonderausstellungen wie ‚Beziehungsweise Familie‘) kostet 14 Euro, ermäßigt 7 Euro. Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre haben freien Eintritt zu allen Ausstellungen. Viele Bereiche wie das Humboldt Labor, der Schlosskeller oder das Videopanorama sind dauerhaft kostenfrei zugänglich. Die Dachterrasse kostet 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.
Welche Ausstellungen sind aktuell im Humboldt Forum zu sehen?
Neben den Dauerausstellungen des Ethnologischen Museums, des Museums für Asiatische Kunst und ‚BERLIN GLOBAL‘ gibt es zahlreiche temporäre Präsentationen. Highlights sind unter anderem ‚Beziehungsweise Familie‘ (bis 12. Juli 2026), ‚An das wir uns festhalten‘ (ab 28. November 2025), ‚On Water. WasserWissen in Berlin‘ (bis 27. September 2027) im Humboldt Labor, sowie ‚Ts’uu – Zeder. Von Bäumen und Menschen‘ (bis 23. Februar 2026) und ‚Naga Land. Stimmen aus Nordostindien‘ (bis 16. März 2026).
Was ist das Besondere am Humboldt Forum?
Das Humboldt Forum ist einzigartig durch seine Kombination aus historischer Architektur (Rekonstruktion des Berliner Schlosses) und moderner Innengestaltung. Es vereint vier Institutionen unter einem Dach (Ethnologisches Museum, Museum für Asiatische Kunst, Stadtmuseum Berlin, Humboldt-Universität) und fördert den Dialog der Weltkulturen. Die ständige Auseinandersetzung mit der kolonialen Geschichte der Sammlungen und die vielfältigen kostenfreien Angebote machen es zu einem dynamischen und relevanten Ort des Lernens und der Begegnung in Berlin.





