Deutsches Historisches Museum: Deine Zeitreise durch die Geschichte Berlins und Deutschlands

Abstract: Entdecke die neuesten Entwicklungen und Highlights des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Erfahre, warum der moderne Pei-Bau während der Zeughaus-Sanierung zum Herzen des Museums geworden ist und welche fesselnden Wechselausstellungen dich dort erwarten. Von tiefgründigen Einblicken in die deutsche Geschichte bis hin zu innovativen digitalen Angeboten und barrierefreien Zugängen – das DHM bietet eine spannende Zeitreise für alle Geschichtsinteressierten. Plane deinen Besuch und tauche ein in die faszinierende Vergangenheit Deutschlands.

Berlin ist eine Stadt, die Geschichte atmet, und mittendrin thront ein Ort, der diese Geschichte nicht nur bewahrt, sondern lebendig macht: das Deutsche Historische Museum (DHM). Wenn du dich fragst, wohin deine nächste kulturelle Entdeckungsreise in der Hauptstadt gehen soll, dann ist das DHM eine Top-Adresse, die du unbedingt auf dem Zettel haben solltest. Es ist mehr als nur ein Museum; es ist ein Fenster in die Vergangenheit, ein Ort der Reflexion und ein lebendiges Zentrum für alle, die verstehen wollen, wie Deutschland zu dem wurde, was es heute ist. Auch wenn das imposante Zeughaus, sein barockes Stammhaus, derzeit umfassend saniert wird, bedeutet das keineswegs Stillstand. Ganz im Gegenteil: Im modernen Pei-Bau warten faszinierende Wechselausstellungen darauf, von dir entdeckt zu werden. Mach dich bereit für eine spannende Tour durch die Neuigkeiten und Highlights dieses nationalen Geschichtsmuseums, das immer wieder neue Perspektiven auf unsere gemeinsame Vergangenheit eröffnet und dich auf eine unvergessliche Zeitreise mitnimmt.

Key Facts zum Deutschen Historischen Museum

  • Zwei architektonische Meisterwerke: Das DHM besteht aus dem über 300 Jahre alten barocken Zeughaus und dem modernen, lichtdurchfluteten Pei-Bau, entworfen vom weltberühmten Architekten Ieoh Ming Pei.
  • Zeughaus in Sanierung: Das historische Zeughaus, das die Dauerausstellung zur deutschen Geschichte beherbergte, ist seit Juni 2021 wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten und zur Erarbeitung einer neuen Dauerausstellung geschlossen.
  • Pei-Bau ist das Herzstück der Gegenwart: Alle aktuellen Ausstellungen, Veranstaltungen und das Zeughauskino finden im modernen Pei-Bau statt, der täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist.
  • Vielfältiges Ausstellungsprogramm: Das DHM bietet regelmäßig spannende Wechselausstellungen zu prägenden Ereignissen, Entwicklungen und Persönlichkeiten der deutschen Geschichte im europäischen Kontext.
  • Umfassende Sammlungen: Das Museum verfügt über eine einzigartige Sammlung von rund einer Million historischen Objekten aus den Bereichen Alltagskultur, Dokumente, Bilder, Militaria und mehr.
  • Digital und barrierefrei: Mit Angeboten wie dem Online-Portal LeMO (Lebendiges Museum Online), einer umfangreichen Objektdatenbank und speziellen Führungen in Gebärdensprache oder mit Objektbeschreibungen setzt das DHM auf Zugänglichkeit und digitale Vermittlung.
  • Eines der meistbesuchten Museen Berlins: Trotz der Teilschließung gehört das Deutsche Historische Museum zu den Top 20 der meistbesuchten Museen in Berlin.

Das Herzstück im Wandel: Zeughaus und Pei-Bau

Das Deutsche Historische Museum ist nicht nur inhaltlich, sondern auch architektonisch ein beeindruckendes Ensemble. Stell dir vor, du stehst vor dem prunkvollen Zeughaus Unter den Linden, einem barocken Meisterwerk, das seit über 300 Jahren die Geschichte Berlins miterlebt hat. Entworfen von Koryphäen wie Johann Arnold Nering und Andreas Schlüter, ist es ein Denkmal für sich. Doch dieses historische Gebäude, das einst als Waffenarsenal diente und später zum Museum für Deutsche Geschichte wurde, befindet sich derzeit in einer wichtigen Phase der Erneuerung. Seit Juni 2021 ist es geschlossen, um dringend benötigte Instandsetzungen vorzunehmen und eine komplett neue Dauerausstellung zu konzipieren. Das bedeutet, dass die umfassende Überblicksausstellung zur deutschen Geschichte, die auf 8000 Quadratmetern 1.500 Jahre deutsche Historie beleuchtete, momentan nicht zugänglich ist. Aber keine Sorge, das ist kein Grund zur Traurigkeit, sondern vielmehr eine Chance für Neues!

Direkt daneben, in einem faszinierenden Kontrast zum barocken Prunk, erhebt sich der moderne Pei-Bau. Dieses lichtdurchflutete Gebäude, entworfen vom preisgekrönten Architekten Ieoh Ming Pei, ist ein architektonisches Highlight für sich. Seine charakteristische schneckenförmige Struktur und die zahlreichen Glasflächen schaffen eine luftige, offene Atmosphäre, die perfekt für zeitgenössische Ausstellungen ist. Der Pei-Bau ist das aktuelle Epizentrum des Deutschen Historischen Museums und beherbergt alle Wechselausstellungen, das Zeughauskino und viele Veranstaltungen. Es ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie altehrwürdige Geschichte und moderne Architektur Hand in Hand gehen können, um ein einzigartiges Besuchserlebnis zu schaffen. Wenn du dich für moderne Architektur interessierst, ist der Pei-Bau allein schon einen Besuch wert.

Aktuelle Einblicke: Diese Ausstellungen erwarten dich

Auch ohne das Zeughaus bietet das Deutsche Historische Museum im Pei-Bau ein reichhaltiges Programm, das deine Neugier wecken wird. Die Wechselausstellungen widmen sich prägenden historischen Ereignissen, Epochen und gesellschaftlichen Entwicklungen und setzen diese in einen europäischen Kontext. Hier sind einige der aktuellen und kommenden Highlights, die du nicht verpassen solltest:

  • „Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht“ (14. November 2025 bis 7. Juni 2026): Eine brandneue Ausstellung, die sich mit der komplexen Beziehung zwischen Natur, Glaube, Biologie und Macht in der deutschen Geschichte auseinandersetzt. Wie haben diese Elemente unser Verständnis von uns selbst und unserer Umwelt geprägt? Eine spannende Frage, die hier beleuchtet wird.
  • „Gewalt ausstellen: Erste Ausstellungen zur NS-Besatzung in Europa, 1945-1948“ (24. Mai bis 23. November 2025): Diese Ausstellung wirft einen Blick auf die frühen Versuche, die Gräueltaten der NS-Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa zu dokumentieren und zu präsentieren. Ein wichtiges und nachdenklich stimmendes Thema, das die Herausforderungen der Erinnerungskultur beleuchtet.
  • „Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können“ (9. Dezember 2022 bis 22. März 2026): Eine Dauerbrenner-Ausstellung, die sich mit 14 entscheidenden Wendepunkten der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts beschäftigt. Was wäre, wenn bestimmte Entscheidungen anders getroffen worden wären? Diese Ausstellung regt zum Nachdenken über die Kontingenz der Geschichte an und zeigt, wie oft alles auch hätte anders kommen können.

Diese Ausstellungen bieten dir die Möglichkeit, tief in spezifische Themen einzutauchen und die deutsche Geschichte aus verschiedenen, oft überraschenden Perspektiven zu betrachten. Sie sind sorgfältig kuratiert und präsentieren eine Fülle von Exponaten, die dich zum Staunen und Nachdenken anregen werden.

Mehr als nur Ausstellungen: Digitale Angebote und Bildung

Das Deutsche Historische Museum versteht sich nicht nur als Bewahrer von Geschichte, sondern auch als Vermittler. Es geht darum, historische Urteilskraft zu stärken und übergreifende philosophische, ethische und historische Fragen zu verhandeln. Daher bietet das DHM eine beeindruckende Palette an digitalen und bildungsrelevanten Angeboten, die weit über die physischen Ausstellungsräume hinausgehen.

Ein absolutes Highlight ist das Online-Portal LeMO – Lebendiges Museum Online. Hier kannst du bequem von zu Hause aus in die deutsche Geschichte eintauchen, Artikel lesen, Objekte entdecken und dich umfassend informieren. Es ist eine fantastische Ergänzung zum Museumsbesuch und eine unerschöpfliche Quelle für alle Geschichtsinteressierten.

Zudem bietet das DHM eine umfassende Objektdatenbank, die als die größte aller Museen in Deutschland gilt. Mit über 600.000 Objekten und für etwa 70 Prozent davon digitalen Fotos kannst du hier die Schätze der Sammlung online durchstöbern. Eine wahre Fundgrube für Forschung und Neugier.

Das Museum legt großen Wert auf Barrierefreiheit und Inklusion. Es gibt spezielle Führungen in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und Führungen mit detaillierten Objektbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Personen. Ein tolles Projekt ist auch „Multaka – Treffpunkt Museum“, das seit 2015 Führungen für Arabisch und Persisch sprechende Besucher anbietet. Hier wird ein interkultureller Dialog gefördert, der unterschiedliche Perspektiven auf historische Zusammenhänge ermöglicht.

Für Schulen, Kinder und Familien gibt es ebenfalls maßgeschneiderte Programme und Workshops, die Geschichte auf spielerische und interaktive Weise näherbringen. Das DHM ist also ein Ort für alle Altersgruppen und Hintergründe, der Bildung und Unterhaltung perfekt miteinander verbindet.

Dein Besuch im DHM: Tipps für eine gelungene Zeitreise

Planst du einen Besuch im Deutschen Historischen Museum? Dann habe ich hier ein paar praktische Tipps für dich, damit deine Zeitreise reibungslos verläuft. Aktuell konzentriert sich der Museumsbetrieb vollständig auf den Pei-Bau. Dieser ist täglich von 10 bis 18 Uhr für dich geöffnet, außer am 24. Dezember. Das Zeughaus bleibt voraussichtlich bis Ende 2025 geschlossen.

Die Eintrittspreise sind moderat: Ein Einzelticket für eine Ausstellung im Pei-Bau kostet 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt, was das DHM zu einem attraktiven Ziel für Familien macht. Wenn du mehrere Ausstellungen besuchen möchtest, lohnt sich das Kombiticket für 10 Euro (ermäßigt 5 Euro). Auch der Museumspass Berlin, der dir drei Tage lang Zugang zu 30 Museen ermöglicht, ist hier gültig.

Das DHM ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und befindet sich zentral Unter den Linden 2 in 10117 Berlin. Es ist zudem barrierefrei gestaltet, mit stufenlosem Zugang und rollstuhlgerechten Fahrstühlen zu allen Ausstellungsräumen. Rollstühle und mobile Sitzgelegenheiten können am Infostand ausgeliehen werden.

Vergiss nicht das Zeughauskino! Auch wenn es sich wegen der Sanierungsarbeiten im Pei-Bau befindet, bietet es ein täglich wechselndes Programm, das die gesamte Bandbreite des deutschen und internationalen Films widerspiegelt. Eine tolle Möglichkeit, den Museumsbesuch abzurunden oder einen Abend in historischer Filmkulisse zu verbringen.

Das Deutsche Historische Museum ist definitiv eine der Top Sehenswürdigkeiten in Berlin, die du nicht verpassen solltest. Es bietet dir die einzigartige Möglichkeit, tief in die deutsche Geschichte einzutauchen, während du gleichzeitig moderne Architektur und innovative Vermittlungsformen erlebst. Es ist ein Ort, der zum Nachdenken anregt, Wissen vermittelt und dich mit neuen Perspektiven auf die Vergangenheit bereichert. Pack deine Neugier ein und mach dich auf den Weg zu einer unvergesslichen Zeitreise im Herzen Berlins!

Fazit

Das Deutsche Historische Museum bleibt auch während der umfassenden Sanierung seines Stammhauses, des Zeughauses, ein unverzichtbarer Ankerpunkt für alle, die sich für die Geschichte Deutschlands und Europas begeistern. Der moderne Pei-Bau hat sich als würdiger Gastgeber für die vielfältigen Wechselausstellungen etabliert, die immer wieder neue und relevante Themen aufgreifen. Von der kritischen Auseinandersetzung mit historischen Wendepunkten bis hin zur Erforschung der Beziehung zwischen Natur und Gesellschaft – das DHM bietet stets frische Perspektiven. Die Verpflichtung zu Barrierefreiheit, digitalen Angeboten wie LeMO und der umfangreichen Objektdatenbank zeigt, dass das Museum am Puls der Zeit ist und Geschichte für jeden zugänglich machen will. Es ist ein Ort, an dem du nicht nur Fakten lernst, sondern auch zum Nachdenken angeregt wirst, wie die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt. Ein Besuch im Deutschen Historischen Museum ist somit weit mehr als ein Museumsbesuch; es ist eine inspirierende Reise durch die Zeit, die dich mit einem tieferen Verständnis für die komplexe und faszinierende Geschichte unseres Landes bereichert. Pack deine Koffer für diese Zeitreise, es lohnt sich!

FAQ

Ist das Deutsche Historische Museum komplett geschlossen?

Nein, das historische Zeughaus ist wegen Sanierungsarbeiten und der Erarbeitung einer neuen Dauerausstellung geschlossen. Der moderne Pei-Bau ist jedoch weiterhin täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und beherbergt alle aktuellen Wechselausstellungen und Veranstaltungen.

Welche Ausstellungen kann ich derzeit im DHM besuchen?

Im Pei-Bau kannst du aktuell Ausstellungen wie „Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht“, „Gewalt ausstellen: Erste Ausstellungen zur NS-Besatzung in Europa, 1945-1948“ und „Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können“ erleben. Die genauen Daten findest du auf der offiziellen Webseite des DHM.

Gibt es digitale Angebote, wenn ich das Museum nicht persönlich besuchen kann?

Ja, das Deutsche Historische Museum bietet umfangreiche digitale Ressourcen. Dazu gehören das Online-Portal LeMO (Lebendiges Museum Online) und eine riesige Objektdatenbank, die dir auch von zu Hause aus tiefe Einblicke in die Sammlungen und die deutsche Geschichte ermöglichen.

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