Neukölln, du bunter, lebendiger Bezirk, der niemals stillsteht! Zwischen Altbauten und hippen Cafés entfalten sich kleine grüne Oasen, die nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch das Herz des Kiezes höherschlagen lassen: die Gemeinschaftsgärten. Sie sind wie kleine Reisen in eine Welt, in der die Hände in der Erde stecken, das Lachen in der Luft liegt und der Duft von frischen Kräutern Geschichten erzählt. Wir nehmen dich heute mit auf eine Entdeckungstour durch die Neuigkeiten rund um die Gemeinschaftsgärten Neukölln, die zeigen, wie lebendig und wichtig diese grünen Inseln für unsere Stadt sind. Es ist eine Reise zu Orten, an denen Gemeinschaft wächst, wo man die Seele baumeln lassen und gleichzeitig aktiv die Zukunft mitgestalten kann. Mach dich bereit für spannende Einblicke in eine Bewegung, die Berlin grüner, sozialer und einfach lebenswerter macht.
Key Facts zu den Gemeinschaftsgärten Neukölln
- Blühende Vielfalt: Berlin beheimatet über 200 Gemeinschaftsgärten, und Neukölln ist mit seinen zahlreichen und vielfältigen Projekten ein echtes Herzstück dieser Bewegung.
- Leuchttürme des Wandels: Prominente Beispiele wie das Prinzessinnengarten Kollektiv, der Heilkräutergarten „Hevrîn Xelef” und Käthes Garten in der Gropiusstadt zeigen, wie Gemeinschaftsgärten Neukölln prägen und inspirieren.
- Politische Unterstützung: Das Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm, das im Januar 2023 vom Senat beschlossen wurde, unterstreicht die wachsende Anerkennung und Unterstützung dieser bürgerschaftlichen Initiativen.
- Soziales Miteinander: Gemeinschaftsgärten sind mehr als nur Anbauflächen; sie sind Orte der Integration, des interkulturellen Austauschs und der Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts.
- Kulturelle Bühne: Projekte wie die kommende Ausstellung „Transkulturelle Gemeinschaftsgärten verbinden“ im BERLIN GLOBAL ab Herbst 2025, initiiert von Flamingo e.V. aus Neukölln, heben die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung der Gärten hervor.
- Nachhaltige Stadtentwicklung: Von Mietergärten über Dachgärten bis hin zu interkulturellen Projekten tragen die Gemeinschaftsgärten aktiv zur Klimaanpassung, Biodiversität und zur Schaffung von lebenswerten Stadträumen bei.
Neuköllns grüne Lungen: Mehr als nur Beete
Wenn du an Neukölln denkst, kommen dir vielleicht zuerst belebte Straßen, multikulturelles Flair und eine pulsierende Kunstszene in den Sinn. Doch der Bezirk hat auch eine unglaublich grüne Seite, die in den letzten Jahren immer stärker zum Vorschein kommt: seine Gemeinschaftsgärten. Diese Gärten sind nicht einfach nur Grünflächen; sie sind lebendige Treffpunkte, grüne Klassenzimmer und soziale Ankerpunkte. Sie spiegeln die Vielfalt Neuköllns wider und bieten Raum für alle, die mitmachen wollen – egal ob mit grünem Daumen oder einfach nur mit Lust auf Gemeinschaft.
Eines der bekanntesten Projekte, das du vielleicht schon kennst, ist das Prinzessinnengarten Kollektiv. Ursprünglich in Kreuzberg gestartet, ist es ein Pionier des Urban Gardening in Berlin und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Idee des Gemeinschaftsgärtnerns populär zu machen. Auch wenn es seinen Standort gewechselt hat, bleibt sein Geist und sein Einfluss auf die Gemeinschaftsgärten Neukölln spürbar, und seine Vertreter sind weiterhin aktiv im Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm.
Ein weiteres faszinierendes Beispiel ist der Heilkräutergarten „Hevrîn Xelef” in Neukölln, betrieben von Flamingo e.V. Dieser Garten ist ein Ort der Heilung, des Austauschs und des Empowerments, insbesondere für geflüchtete Frauen. Hier werden nicht nur Pflanzen gehegt und gepflegt, sondern auch Wissen über traditionelle Heilkräuter und Anbaumethoden weitergegeben. Es ist ein wunderschönes Beispiel dafür, wie Gärten Brücken zwischen Kulturen bauen und Menschen zusammenbringen können.
Auch der Interkulturelle Garten Perivoli in Britz, einem Teil Neuköllns, sowie Käthes Garten in der Gropiusstadt zeigen, wie vielfältig die Gemeinschaftsgärten Neukölln sind. Jeder dieser Gärten hat seinen eigenen Charakter, seine eigenen Geschichten und seine eigene Gemeinschaft, die ihn prägt und belebt. Sie alle tragen dazu bei, dass Neukölln nicht nur ein Ort zum Wohnen, sondern auch ein Ort zum Wachsen und Gedeihen ist – im wahrsten Sinne des Wortes.
Das Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm: Ein Rückenwind für grüne Initiativen
Für alle, die sich für die Zukunft der Gemeinschaftsgärten Neukölln und ganz Berlins interessieren, gibt es eine besonders erfreuliche Nachricht: Das Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm ist da! Am 24. Januar 2023 wurde es vom Senat von Berlin beschlossen und ist das Ergebnis eines ko-produktiven Prozesses zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft. Das bedeutet, dass die Menschen, die tatsächlich in den Gärten aktiv sind, maßgeblich an der Gestaltung dieses Programms mitgewirkt haben.
Dieses Programm ist ein echter Meilenstein, denn es soll die bürgerschaftlichen Initiativen, die sich für eine nachhaltigere Stadt einsetzen, gezielt unterstützen. Es erkennt an, dass Gemeinschaftsgärten nicht nur schöne Grünflächen sind, sondern wichtige Akteure im Klimaschutz, in der sozialen Integration und in der Förderung der biologischen Vielfalt.
Im Rahmen des Programms wurde ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, in dem Aktive aus der Urban-Gardening-Szene direkt an der Umsetzung beteiligt sind. Und hier kommt Neukölln wieder ins Spiel: Paula Firmbach vom Prinzessinnengarten Kollektiv ist Mitglied dieses Arbeitskreises, ebenso wie Dr. Dorothea Hokema vom Straßen- und Grünflächenamt Neukölln. Diese direkte Beteiligung stellt sicher, dass die Bedürfnisse und Anliegen der Gemeinschaftsgärten Neukölln gehört und in die städtische Planung integriert werden.
Das Programm verspricht konkrete Maßnahmen, um die Gründung und den Erhalt von Gemeinschaftsgärten zu erleichtern, beispielsweise durch die Sicherung von Flächen, die Bereitstellung von Ressourcen oder die Unterstützung bei rechtlichen Fragen. Es ist ein klares Signal der Wertschätzung für die Arbeit der Gärtnerinnen und Gärtner und ein Versprechen für eine grünere Zukunft Berlins. Wenn du mehr über die grüne Transformation unserer Stadt erfahren möchtest, schau dir auch unseren Beitrag über Berlins grüne Seele: Was die Umweltpolitik für dich bereithält an.
Gemeinschaftsgärten als kulturelle Hotspots und Orte der Begegnung
Gemeinschaftsgärten sind längst nicht mehr nur Orte, an denen Gemüse angebaut wird. Sie haben sich zu echten kulturellen Hotspots und Orten der Begegnung entwickelt, die das soziale Gefüge eines Kiezes maßgeblich beeinflussen. In Neukölln zeigt sich das besonders deutlich durch spannende neue Projekte, die über den reinen Gartenbau hinausgehen.
Ein herausragendes Beispiel, das uns alle begeistern sollte, ist das Freiflächen-Projekt „Transkulturelle Gemeinschaftsgärten verbinden“ im BERLIN GLOBAL, das im Herbst 2025 eröffnet wird. Die Partnerorganisation Flamingo e.V. aus Neukölln, die auch den bereits erwähnten Heilkräutergarten „Hevrîn Xelef” betreibt, wird hier Gemeinschaftsgärten als Orte des feministischen Protests, der Solidarität, der Wissensvermittlung und der Heilung in Berlin präsentieren. Im Zentrum der Ausstellung steht eine raumgreifende Baum-Installation, die nicht nur ein Kunstwerk ist, sondern auch als Informationsträger dient – mit Tonspuren, Filmausschnitten und Musik.
Dieses Projekt ist ein fantastisches Beispiel dafür, wie die Gemeinschaftsgärten Neukölln nicht nur grüne Oasen schaffen, sondern auch wichtige gesellschaftliche Diskurse anstoßen und Plattformen für bisher unterrepräsentierte Perspektiven bieten. Es zeigt, dass Gärten weit mehr sind als nur Orte für Pflanzen; sie sind Räume für Geschichten, für Erinnerungen und für Visionen einer besseren Zukunft. Sie fördern den interkulturellen Austausch, bauen soziale Barrieren ab und stärken die Nachbarschaft.
Ob bei gemeinsamen Kochabenden mit der Ernte aus dem Garten, bei Workshops zum Thema nachhaltiges Gärtnern oder einfach beim geselligen Beisammensein – die Gemeinschaftsgärten Neukölln bieten unzählige Gelegenheiten, neue Menschen kennenzulernen, voneinander zu lernen und gemeinsam etwas zu schaffen. Sie sind ein lebendiger Beweis dafür, dass die Stadt nicht nur aus Beton und Asphalt bestehen muss, sondern auch blühende, gemeinschaftlich genutzte Freiräume bieten kann, die das Reisen im eigenen Kiez zu einem besonderen Erlebnis machen.
Fazit: Neuköllns grüne Zukunft wächst
Die Gemeinschaftsgärten Neukölln sind ein leuchtendes Beispiel dafür, wie bürgerschaftliches Engagement unsere Städte grüner, sozialer und lebenswerter machen kann. Sie sind nicht nur Orte des Anbaus von Obst und Gemüse, sondern vor allem auch Räume der Begegnung, der Integration und des Lernens. Von den etablierten Leuchtturmprojekten wie dem Prinzessinnengarten Kollektiv und dem Heilkräutergarten „Hevrîn Xelef” bis hin zu kleineren, lokalen Initiativen – jeder Garten trägt seinen Teil dazu bei, das Kiezleben zu bereichern.
Die jüngsten Entwicklungen, insbesondere das Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm von 2023 und die bevorstehende Ausstellung im BERLIN GLOBAL, zeigen, dass die Bedeutung dieser grünen Oasen erkannt und gefördert wird. Es ist ein klares Zeichen, dass die Stadtverwaltung und die Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten, um nachhaltige und inklusive Stadträume zu schaffen. Die direkte Beteiligung von Neuköllner Akteuren in diesen Prozessen ist besonders ermutigend und garantiert, dass die spezifischen Bedürfnisse und Potenziale der Gemeinschaftsgärten Neukölln auch in Zukunft berücksichtigt werden.
Für dich als Berlin-Entdecker und Liebhaber des Besonderen sind die Gemeinschaftsgärten Neukölln eine wunderbare Möglichkeit, den Bezirk von einer ganz neuen Seite kennenzulernen. Es ist eine Reise zu Orten, an denen du die Hektik der Großstadt hinter dir lassen und dich mit der Natur und mit anderen Menschen verbinden kannst. Ob du selbst mitgärtnern, an einem Workshop teilnehmen oder einfach nur die entspannte Atmosphäre genießen möchtest – die Gemeinschaftsgärten Neukölln heißen dich willkommen und laden dich ein, Teil einer wachsenden Bewegung zu werden, die unsere Stadt grüner und glücklicher macht. Die Zukunft Neuköllns ist grün, und sie wächst direkt vor unseren Augen!
FAQ
Was sind Gemeinschaftsgärten in Neukölln?
Gemeinschaftsgärten in Neukölln sind von Anwohnern gemeinsam genutzte Grünflächen, die überwiegend ehrenamtlich angelegt und gepflegt werden. Sie dienen dem Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen, sind aber vor allem Orte des sozialen Miteinanders, der Integration und des kulturellen Austauschs. Beispiele sind der Heilkräutergarten „Hevrîn Xelef” und Käthes Garten.
Welche Unterstützung gibt es für Gemeinschaftsgärten in Berlin?
Seit Januar 2023 gibt es das Berliner Gemeinschaftsgarten-Programm, das die zivilgesellschaftlichen Initiativen im Urban Gardening unterstützt. Es wurde in Zusammenarbeit mit Gartenakteur*innen entwickelt und zielt darauf ab, die Gründung und den Erhalt von Gärten zu erleichtern und ihre gesellschaftliche Rolle anzuerkennen.
Gibt es neue kulturelle Projekte rund um Gemeinschaftsgärten in Neukölln?
Ja, ab Herbst 2025 eröffnet im BERLIN GLOBAL das Freiflächen-Projekt „Transkulturelle Gemeinschaftsgärten verbinden“, initiiert von Flamingo e.V. aus Neukölln. Die Ausstellung thematisiert Gemeinschaftsgärten als Orte des Protests, der Solidarität, der Wissensvermittlung und Heilung.
Wie kann ich mich in einem Gemeinschaftsgarten in Neukölln engagieren?
Viele Gemeinschaftsgärten suchen Unterstützung, manche haben Wartelisten. Es lohnt sich, direkt bei den Gärten in deiner Nähe nachzufragen oder die Gartenkarte auf berlin.de/gaertnern zu nutzen. Auch Initiativen wie das Prinzessinnengarten Kollektiv oder Flamingo e.V. bieten Möglichkeiten zur Beteiligung.







