Prinzessinnengärten: Wo Berlins grünes Herz aufblüht – Aktuelle Neuigkeiten und Einblicke

Abstract: Die Prinzessinnengärten sind seit über einem Jahrzehnt ein leuchtendes Beispiel für Urban Gardening in Berlin. Was 2009 als mutiges Experiment auf einer Brachfläche am Moritzplatz begann, hat sich zu einem vielschichtigen Projekt für Umweltbildung, Gemeinschaft und nachhaltiges Leben entwickelt. Nach einer wichtigen Neuorientierung im Jahr 2020 blüht das Prinzessinnengarten Kollektiv heute auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof in Neukölln weiter auf und lädt dich ein, Teil dieser grünen Bewegung zu werden. Entdecke die neuesten Entwicklungen und warum ein Besuch immer eine Reise wert ist.

Stell dir vor, mitten in der pulsierenden Metropole Berlin, wo sonst Beton und Asphalt dominieren, entsteht ein kleines Paradies. Ein Ort, an dem Gemüse in recycelten Kisten wächst, Bienen summen und Menschen zusammenkommen, um zu lernen, zu lachen und die Hände in die Erde zu stecken. Genau das sind die Prinzessinnengärten – und sie sind so viel mehr als nur ein Garten. Sie sind ein lebendiges Statement für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und die unglaubliche Kraft des urbanen Gärtnerns. Seit ihrer Gründung haben sie sich immer wieder neu erfunden, sind gewachsen und haben gezeigt, wie grüne Oasen unsere Städte bereichern können. Begleite uns auf eine Reise durch die Geschichte und die neuesten Entwicklungen dieses einzigartigen Berliner Projekts, das beweist: Grün ist nicht nur eine Farbe, sondern eine Lebenseinstellung.

Key Facts zu den Prinzessinnengärten

  • Gründung und Konzept: Die Prinzessinnengärten wurden 2009 auf einer ehemaligen Brachfläche am Moritzplatz in Kreuzberg ins Leben gerufen, um urbane Landwirtschaft und Gemeinschaft zu fördern. Das Besondere: Sie sind mobil, da die Pflanzen in recycelten Behältern wachsen.
  • Betreiber: Das Projekt wird von der gemeinnützigen Organisation „Nomadisch Grün“ betrieben, die sich der Umwandlung von Freiflächen in produktives Grün und der Schaffung von Lernorten verschrieben hat.
  • Standort-Entwicklung: Im Jahr 2020 teilten sich die Prinzessinnengärten in zwei eigenständige Projekte auf. Das „Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin“ zog auf den Neuen St. Jacobi Friedhof in Neukölln (Hermannstraße 99-105) um, während der Moritzplatz als Inklusions- und Gemeinschaftsgarten weitergeführt wird.
  • Vielfältiges Angebot: Am Neuköllner Standort gibt es nicht nur gemeinschaftliches Gärtnern in Hochbeeten, sondern auch Workshops zu ökologischem Selbermachen, eine Umweltbildungsfläche, das „studio nagelneu“ für Kunst und Kultur in der „Kiezkapelle“ sowie ein Gartencafé.
  • Bildung und Teilhabe: Ein zentrales Ziel ist die niedrigschwellige Bildung und Teilhabe für alle Altersgruppen. Kinder und Erwachsene können hier alles über Saatgutgewinnung, Gemüseanbau, Bienenhaltung und Wurmkompost lernen.
  • Auszeichnungen: Das ursprüngliche Projekt am Moritzplatz wurde unter anderem mit dem Utopia-Award 2010 ausgezeichnet und gilt als gelungenes Beispiel für Gender-Mainstreaming in der Stadtentwicklung.
  • Wichtige Termine: Das Prinzessinnengarten Kollektiv feiert am 2. Oktober 2025 sein 16-jähriges Bestehen und veranstaltet am 29. & 30. November 2025 einen Kiez[Kunst]Markt.

Die Wurzeln des Erfolgs: Vom Brachland zum blühenden Paradies

Erinnerst du dich an das Jahr 2009? Mitten in Kreuzberg, am Moritzplatz, lag eine riesige Fläche seit über 60 Jahren brach – ein vergessener Ort, der nur Müll und Unrat beherbergte. Doch dann kam eine Vision: Warum nicht diesen Raum in etwas Produktives, Lebendiges verwandeln? So begann die Geschichte der Prinzessinnengärten. Bürgerinnen und Bürger packten an, beseitigten tonnenweise Müll und schufen die Grundlage für ein einzigartiges Experiment des Urban Gardening.

Die gemeinnützige GmbH „Nomadisch Grün“ übernahm die Regie, und schon einen Monat später sprießten die ersten Pflanzen aus recycelten Bäckerkisten, Tetra Paks und Reissäcken. Das Konzept der Mobilität war von Anfang an entscheidend: Da die Fläche nur jährlich von der Stadt angemietet wurde, musste der Garten jederzeit umzugsfähig sein. Dieses innovative Vorgehen machte die Prinzessinnengärten schnell zu einem Vorreiter und einem Symbol dafür, wie ungenutzte Flächen in Städten wiederbelebt werden können. Mit einem Gartencafé, Spielmöglichkeiten für Kinder und sogar Bienenvölkern entwickelte sich der Ort schnell zu einem beliebten Treffpunkt und einem grünen Lernlabor, das sogar auf der Expo in Shanghai präsentiert wurde.

Zwei Gärten, eine Vision: Die Entwicklung und Aufteilung

Manchmal muss man sich teilen, um zu wachsen. So war es auch bei den Prinzessinnengärten. Nach über einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit am Moritzplatz entschieden sich die Gründer im Jahr 2020 für eine Neuorganisation. Die ursprünglichen Prinzessinnengärten teilten sich in zwei eigenständige Projekte auf, um ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und Bedürfnissen gerecht zu werden. Der Standort am Moritzplatz wird seither als wichtiger Inklusions- und Gemeinschaftsgarten für die Nachbarschaft weitergeführt, ein Ort, der weiterhin zum gemeinsamen Gärtnern und Verweilen einlädt.

Das „Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin“ fand seine neue Heimat auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof in Neukölln, genauer gesagt in der Hermannstraße 99-105. Dieser Umzug markierte nicht das Ende, sondern einen Neuanfang mit frischer Energie und erweiterten Möglichkeiten. Hier, in Neukölln, setzt das Kollektiv seine Arbeit fort und vertieft sein Engagement für Umweltbildung, Partizipation und nachhaltigen Gartenbau. Es ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie sich Projekte entwickeln und an neue Gegebenheiten anpassen können, ohne ihre Kernwerte zu verlieren. Du findest hier eine wunderbare grüne Oase, die den Geist der ursprünglichen Prinzessinnengärten in sich trägt und gleichzeitig neue Wege geht. Wenn du mehr über die grünen Initiativen in diesem Bezirk erfahren möchtest, schau dir auch unseren Beitrag zu Neuköllns grüne Wunder an.

Mehr als nur Gärtnern: Gemeinschaft, Bildung und Nachhaltigkeit

Die Prinzessinnengärten sind weit mehr als nur ein Ort, an dem Gemüse angebaut wird. Sie sind ein soziales und ökologisches Experimentierfeld, ein lebendiges Klassenzimmer und ein kultureller Treffpunkt zugleich. Am Standort in Neukölln steht das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt. Hier kannst du an Workshops teilnehmen, die dir das „ökologische Selbermachen“ näherbringen: von der Saatgutgewinnung über das Verarbeiten und Konservieren von Gemüse bis hin zur Bienenhaltung in der Stadt und dem Aufbau eines Wurmkomposts. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, praktisches Wissen für ein nachhaltigeres Leben zu erwerben, ganz gleich, ob du ein erfahrener Gärtner oder ein neugieriger Anfänger bist.

Das „Prinzessinnengarten Kollektiv“ schafft einen offenen Nachbarschaftsraum, in dem Kunst und Kultur ihren Platz finden, zum Beispiel in der „Kiezkapelle“ oder im „studio nagelneu“. Das Gartencafé versorgt dich mit leckeren Speisen und Getränken, oft zubereitet mit den frischen Erzeugnissen direkt aus dem Garten. Es ist ein Ort, der Menschen zusammenbringt, zum Austausch anregt und ein starkes Gemeinschaftsgefühl fördert. Hier erlebst du hautnah, wie Stadtbewohner aktiv die Gestaltung ihres Lebensraumes mitbestimmen und einen positiven Einfluss auf ihre Umwelt nehmen können. Es ist ein Ort der Begegnung, der Inspiration und des gemeinsamen Handelns, der zeigt, wie vielfältig und bereichernd das Leben in der Stadt sein kann.

Dein Besuch im Prinzessinnengarten: Was dich erwartet

Ein Besuch im Prinzessinnengarten Kollektiv in Neukölln ist wie eine kleine Auszeit vom Großstadtrummel. Sobald du die Hermannstraße 99-105 betrittst, tauchst du ein in eine Welt voller Grün, Ruhe und kreativer Energie. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit, aber von Mai bis August kannst du den Garten sogar von 8 bis 20 Uhr erkunden. Das Gartencafé hat in der Hauptsaison (Mai-September) von 11 bis 19 Uhr geöffnet und lädt zum Verweilen bei selbstgemachten Köstlichkeiten ein. Stell dir vor, du genießt einen Kaffee umgeben von blühenden Beeten und dem Summen der Bienen – ein echtes Berliner Erlebnis!

Neben dem entspannten Spaziergang durch die Beete und dem Genuss im Café gibt es zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu werden. Du kannst an offenen Gartenarbeitsstunden teilnehmen, eine Beet-Patenschaft übernehmen oder einfach nur das frisch geerntete Gemüse kaufen. Halte Ausschau nach den regelmäßigen Führungen und Workshops, die spannende Einblicke in Themen wie „Bienenhaltung in der Stadt“ oder den Anbau spezieller Kartoffelsorten geben. Besonders für Familien mit Kindern ist der Garten ein Highlight, da die Kleinen spielerisch lernen können, woher unser Essen kommt und wie man nachhaltig gärtnert. Es ist ein perfektes Ziel für einen Wochenendausflug oder eine Entdeckungsreise durch Berlins grüne Ecken. Die Prinzessinnengärten sind definitiv eine der besonderen Sehenswürdigkeiten in Berlin, die du nicht verpassen solltest.

Fazit: Eine grüne Erfolgsgeschichte, die weiter wächst

Die Prinzessinnengärten sind eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die zeigt, wie aus einer einfachen Idee und viel bürgerschaftlichem Engagement ein nachhaltiges und inspirierendes Projekt entstehen kann. Von den Anfängen auf einer Brachfläche am Moritzplatz bis zur heutigen vitalen Präsenz des Prinzessinnengarten Kollektivs in Neukölln haben sie sich immer wieder bewiesen und weiterentwickelt. Sie sind ein lebendiger Beweis dafür, dass Urban Gardening nicht nur ein Trend ist, sondern eine wichtige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit – von der Lebensmittelproduktion bis zur Stärkung der Gemeinschaft.

Die Gärten bieten dir nicht nur die Möglichkeit, frisches, ökologisch angebautes Gemüse zu genießen, sondern auch aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft mitzuwirken. Sie sind ein Ort des Lernens, des Austauschs und der Begegnung, der Jung und Alt zusammenbringt und für die Schönheit und Bedeutung der Natur sensibilisiert. Die Prinzessinnengärten sind eine unverzichtbare grüne Lunge und ein kultureller Hotspot in Berlin, der immer wieder aufs Neue begeistert. Also, worauf wartest du? Mach dich auf den Weg und entdecke selbst, wie Berlins grünes Herz in den Prinzessinnengärten weiter schlägt und dich mit seiner Vielfalt und Lebensfreude ansteckt. Es ist eine Reise wert, die dich inspirieren und vielleicht sogar dazu anregen wird, selbst aktiv zu werden!

FAQ

Wo befinden sich die Prinzessinnengärten heute?

Die Prinzessinnengärten haben sich 2020 aufgeteilt. Das Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin befindet sich heute auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof in Neukölln, genauer gesagt in der Hermannstraße 99-105. Der ursprüngliche Standort am Moritzplatz wird weiterhin als Inklusions- und Gemeinschaftsgarten genutzt.

Welche Aktivitäten kann man in den Prinzessinnengärten unternehmen?

Du kannst im Prinzessinnengarten Kollektiv in Neukölln an Workshops zum ökologischen Selbermachen teilnehmen, das Gartencafé besuchen, frisches Gemüse kaufen, an offenen Gartenarbeitsstunden mitwirken oder kulturelle Veranstaltungen in der Kiezkapelle und im studio nagelneu erleben. Es gibt auch Führungen und spezielle Kurse zur Bienenhaltung oder zum Anbau von Pflanzen.

Sind die Prinzessinnengärten für Kinder geeignet?

Ja, die Prinzessinnengärten sind sehr kinderfreundlich. Es gibt Spielmöglichkeiten und zahlreiche Bildungsangebote, bei denen Kinder spielerisch lernen können, woher Lebensmittel kommen und wie man nachhaltig gärtnert. Es ist ein toller Ort für Familien, um die Natur in der Stadt zu erleben.

Wie kann ich die Prinzessinnengärten unterstützen?

Als selbstfinanzierte gemeinnützige Organisation freuen sich die Prinzessinnengärten über jede Unterstützung. Du kannst spenden, eine Beet-Patenschaft übernehmen, das geerntete Gemüse kaufen oder einfach durch deinen Besuch und die Teilnahme an Workshops zum Erhalt beitragen.

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